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Workingtest des RTT am 28.09.2002

Der Tag des diesjährigen workingtests des RTT in Lohmar fing schon „gut“ an:

Ich hatte Jörg und Bettina Brach zu Besuch, sie starteten mit ihren jungen Hunden zum ersten Mal beim RTT. Also: um 6 Uhr aufstehen, halb 8 Uhr losfahren. Bis hierhin klappte es gut. Aber dann - kaum waren wir auf der Autobahn fiel mir ein, was ich alles vergessen hatte : meinen Hocker, meine Kappe, den Zwiebelkuchen , den ich Jean-Paul versprochen hatte. Na ja, im Stau auf der A1 hatte ich Musse darüber nachzudenken. A1 ????? Oh Mist, wir sind auf der falschen Autobahn ! Himmel hilf, so etwas ist mir noch niemals passiert. Ob wir es noch pünktlich schaffen ? Vorsichtshalber haben wir erstmal jeden Bekannten, der ebenfalls startet, angerufen und Bescheid gesagt, dass wir später kommen. Die Einladung mit Klaus Gronds Telefonnummer hatten wir natürlich auch zu Hause liegen lassen. Glücklicherweise hatte Jörg alle 3 Hunde selbst ins Auto gebracht, wenigstens das war okay. Unter Missachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen schafften wir es doch noch, kurz vor 9 Uhr da zu sein und pünktlich um 9 Uhr ging es auch schon los.

Der Tag kann ja heiter werden, mal sehen was jetzt noch schief geht, dachte ich bei mir.

Es wurde wirklich heiter : Das Wetter !

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 18 °  hatten sich  87 Starter mit ihren Hunden beim RTT versammelt. Klaus Grond und sein Team hatte diese grosse Veranstaltung wieder aufs Beste organisiert. Wir hatten tolle internationale Richter, als da waren Gabi Kühlem, Henny Marcussen, Jean-Paul Larbiere, Johan Grootaers und Arri van Varik, die uns interessante Aufgaben stellten.

gegen 18 Uhr ging es dann zur Siegerehrung und zu meiner grössten Verblüffung und Freude endete dieser so schrecklich begonnene Tag für Kid und mich doch noch super: wir konnten  den 3. Platz in der Siegerklasse belegen ! Auch für Jörg und Bettina war die Fahrt nach Lohmar lohnend: Jörg siegte in der Anfängerklasse und bekam darüber hinaus einen Ehrenpreis für Talon, seinen 15 Monate alten Rüden „ The most stylish dog „ verliehen.

Fazit :  Es war für alle Teilnehmer wieder eine rundum gelungene und harmonische Veranstaltung. Ich danke Klaus und seinem Team, den vielen Helfern und  den Richtern  und komme nächstes Jahr ( dann ohne Umweg und mit Merkzettel ) auf jeden Fall wieder.

 Die Aufgaben

Aufgabe 1, Richter Jean-Paul Larbiere und Henny Marcussen

Das Gespann steht im Wald, es wird eine Markierung in höheren Bewuchs ( Farn ) geworfen. Im 18ß ° Winkel steht Jean-Paul auf der ansteigenden Wiese, auch hier fallen Schüsse, die laut und deutlich zu hören waren. In Freifolge geht das Gespann nun zu Jean-Paul, der Hund soll die Markierung dann als memory arbeiten.

Aufgabe 2, Richter Johan Grootaers

Wohl die ungewöhnlichste Aufgabe des Tages, hier musste der HF selbst sportliche Höchstleistung vollbringen J, indem er selbst über einen Zaun klettern durfte und anschliessend seinen Hund rufen sollte. Sowie alle 4 Beine des Hundes in der Luft waren, wurde eine Markierung geworfen, wobei nur ein kurzes Stück der Flugbahn zu sehen war. Vor Abarbeitung der Markierung sollte jedoch ein blind knapp neben dem Teich in einem Blumenareal gearbeitet werden.

Aufgabe 3, Richterin Gabi Kühlem

Wie stehen auf der Wiese, vor uns der Wald. Im 90° Winkel zum Wald wird eine Markierung Richtung Waldrand geworfen. Zuerst soll jedoch ein blind gearbeitet werden, das im Wald liegt. Der Winkel zur Markierung war moderat, der Hund musste sich aber durch hohe , dichte Brennesseln und Gestrüpp arbeiten.

Aufgabe 4, Richter Arrie van Varik

Tatort ist hier ein Senffeld. Für die Siegerklasse wird eine weite Markierung mit Schuss ins offene Feld geworfen. Ist der Hund auf dem Rückweg, wird vom Richter in Verlängerung der Laufrichtung des Hundes , ohne Schuss eine weitere Markierung geworfen, die der Hund ebenfalls arbeiten soll.

Aufgabe 5, Richter Henny Marcussen

Wir stehen auf der Wiese am Parkplatz. Henny wirft eine kurze Markierung, die der HF selbst holen soll. Auf dem Rückweg zum Hund, der am Startpunkt sitzen bleibt, wird einen Markierung mit Schuss in die Wiese geworfen. Kommt der HF bei seinem Hund an, wird dieser auf die Markierung geschickt.