Westerwaldcup 11.10.2003 Siegerklasse Station 1Richter: Ronald Pfaff Diese Aufgabe fand im Wald statt, das Gelände hatte Hanglage, die nach rechts unten abfiel. Das Team befand sich auf einem Weg. Ein Schuss wurde in Richtung eines kleinen
Wasserloches in ca. 30 m Entfernung hangabwärts abgegeben, in dem sich ein Blind befand. Der Helfer bewegte sich dann in Verlängerung zuim Blind weiter in den Wald hinein und simulierte noch eine Ente mit einem
Entenlocker . Danach bewegte sich der Schütze den Hang hoch und warf mit Schuss eine Markierung ca. 20 m entfernt auf den Weg vor das Team. Die Markierung war nur sehr schwer zu sehen, meist hörte die Hund nur das
Fallendes Dummies. Nun sollte der Hund erst auf das Blind im Wasserloch eingewiesen werden und danach die Markierung arbeiten. Damit war die Aufgabe allerdings noch nicht gelöst, denn erst nachdem der Hund die
Markierung geholt hatte, erklärte der Richter, dass der Hund nun in ein Suchengebiet eingewiesen werden soll, welches sich zwischen dem Wasserloch u. der "Markierungs-Stelle" lag u. sich in einer Senke ca. 40
m entfernt befand, dort wo der Entenlockruf ertönte. Diese Aufgabe stellte einen recht hohen Anspruch an die Steadyness, denn nach Schuss u. Entenlockruf musste der Hund auch noch dem interessant durch den Wald
"knackenden" Werfer hinterher schauen. Und erst als dieser nochmals schoss u. auch noch ein Dummy flog konnte der Hund (natürlich auch erst auf Richteranweisung!) losgeschickt werden. Dann musste man ja auch
nochmals warten, bis der dritte Teil der Aufgabe erklärt wurde ;-) Station 2Richter: Stephan Steidl Das Team stand auf einer Wiese, in ca. 30 m Entfernung
befand sich ein Wassergraben. Es wurde eine Doppelmarkierung geworfen, wobei beide Dummies gleichzeitig
geworfen wurden u. zwei Schüsse kurz hintereinander abgegeben wurden. Dabei landeten die Dummies so, dass sich eins vor dem Graben in ca. 25 m Entfernung befand, das andere weit hinter dem Graben (vom Team aus ca. 65 m) mitten auf eine Wiese mit etwas höherem Bewuchs fiel. Team u. beide Dummies bildeten annähernd eine Linie. Beide Dummies mussten in beliebiger Reihenfolge gearbeitet werden.
Die Schwierigkeit bestand einfach in der Tatsache, dass beide Dummies in einer Linie gleichzeitig fielen. Die meisten Hunde bekamen so nur das vor ihnen gefallene Dummy mit. Nachdem sie dieses Dummy meist ohne
Probleme geholt hatten, hatten viele Hundeführer Schwierigkeiten damit, den Hund über den Graben bzw. weiter ins hintere Gelände jenseits des Grabens zu schicken. Viele Hunde suchten dann die Fallstelle des ersten
Dummies ab. Oder suchten die andere Seite des Grabens nur nach links oder rechts ab und gingen nicht in die Tiefe. !
Station 3 Richterin: Felicitas Fritz-Pitz Das
Team stand auf einer Wiese, die durch die Anordnung des Bewuchses wieder getrennt war u. die im hinteren Bereich durch Bäume/hohen Bewuchs begrenzt war. Auf der rechten Seite (ca. 15 m entfernt) vom Team befand sich
eine Reihe kleinerer Bäume. Die Aufgabe begann damit, dass hinter dieser Baumreihe plötzlich ein Rabbit-Dummy durchs Gras flitzte. Kurz darauf fiel ca. 30 m vor das Team eine Markierung mit Schuss. Nun sollte der Hund
aber erst ein Blind arbeiten, das sich weit hinter der Baumreihe zwischen Bäumen befand. Der Hund musste also den Weg des "flüchtenden Hasen" überqueren. Nachdem das Blind geholt war, sollte die Markierung
gearbeitet werden. Station 4
Richter: Jürgen Laux Das Team befand sich in einer Senke am Ufer eines Baches (ca. 3,5 m breit). Schräg vom Team lag am anderen Ufer in
ca. 25 m Entfernung ein Blind. Zwischen Team u. Blind lag ein Baumstamm quer über dem Bach, den hinter dem Blind noch eine Brücke überquerte. Ein Schuss wurde in Richtung des Blinds abgegeben u. der Hund sollte darauf
eingewiesen werden. Die Situation verlockte einige Hunde dazu, den Bach gerade zu überqueren und von hinten über die Wiese u. durch den Uferbewuchs
das Dummy zu erreichen. Der sehr steile Ausstieg hatte aber seine Tücken u. die Hunde kamen kaum raus. Einige Hunde nahmen für den Rückweg dann auch die Brücke Station 5 Richter: Günther Kohler Das Team stand auf einer Wiese. Auf der rechten Seite befand sich ein Wassergraben, in ca. 30 m Entfernung höherer Bewuchs (hohes Gras, Brennnesseln etc.). Danach erstreckte
sich eine große Wiese, die durch eine kleine Anhöhe u. Bäume optisch getrennt wurde. Es sollte eine Doppelmarkierung gearbeitet werden, wobei das erste Dummy in guten 100 m Entfernung auf den linken Wiesenteil links
neben die Anhöhe fiel, die zweite Markierung in ca. 35 m auf die anderen Seite des Wassergrabens geworfen wurde, beide wurden mit Schuss markiert. Die Reihenfolge der zu arbeitenden Dummies war beliebig.So gut wie
alle Hundeführer entschieden sich, die lange Markierung zuerst holen zu lassen. Die meisten kamen hierbei nicht ohne Einweisen aus, da die Hunde zu kurz liefen und/oder sich erst an dem rechten Wiesenteil orientierten.
War der Hund auf dem Weg zum Dummy am Wassergraben, konnte man ihn zum größten Teil nicht mehr sehen. D.h., man wusste nicht, ob der Hund nun im Graben sucht, oder noch unten am Wasserrand... Dank an Claudia Borchert, die die Aufgaben so toll beschrieben hat, dass ich mir diesmal die Arbeit ersparte und bei ihr „ klauen“ gegangen bin
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